Atemtherapie

Die Atemtherapie kann funktionelle Beschwerden lindern, die richtige Atmung schulen und bei regelmäßiger Anwendung zur Entspannung beitragen.

Die Atmung ist das wichtigste im Leben, noch wichtiger als Essen oder Trinken, denn ohne eine ausreichende Sauerstoffzufuhr können Menschen nur wenige Minuten überleben. Gleichzeitig muss Kohlendioxid wieder abgeatmet werden, damit der Körper nicht übersäuert.

Gründe für eine flache Atmung

Aufgrund der meist sitzenden Tätigkeiten von Menschen kommt es häufig zu einer verminderten Atmung, denn die tiefe Bauchatmung wird durch das Sitzen eingeschränkt. Aber nicht nur sitzende Tätigkeiten verhindern die Bauchatmung, auch Stress und ständiges Angespannt-Sein können die tiefe Bauchatmung verhindern. Mit der Zeit gewöhnen sich die Menschen dann an diese Atmung ohne zu bemerken, dass ihr Körper die meiste Zeit nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist oder aber Kohlendioxid nicht ausreichend ausscheidet. Hierdurch kann z.B. eine Übersäuerung entstehen. 

Auch psychische und körperliche Beschwerden und Erkrankungen können zu einer oberflächlicheren Atmung führen. Zum Beispiel Ängste und Sorgen, aber auch Herzinfarkte und Schmerzen. 

Symptome

Die häufigsten Symptome sind Stress, Müdigkeit, Unausgeglichenheit und Reizbarkeit, Schlafmangel und das Gefühl nicht ausgeschlafen zu sein oder auch Schmerzen, (z.B. können auch Menstruationsschmerzen oder rheumatische Beschwerden mit der tiefen Atmung gelindert werden). 

Auch folgende Beschwerden können mit der Atemtherapie gelindert werden:

  • Übersäuerung
  • Stoffwechselprobleme
  • Kreislaufprobleme
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Mattheit
  • schlechte Laune und schlechte Stimmung
  • Launenhaftigkeit
  • Hang zu aggressivem Verhalten
  • mangelndes Selbstvertrauen
  • leichte depressive Verstimmungen

Ziele der Atemtherapie

Außerdem lernen die Patienten bei der Atemtherapie sich besser Einzulassen, achtsam zu sein und bei sich selbst anzukommen. Der Atem ist eine große Kraft und Energie, die wir wieder lernen sollten zu nutzen um unsere Lebensqualität zu verbessern und gelassener zu sein und uns lebendiger zu fühlen. Dadurch können die Patienten auch mit Ängsten, Stress und anderen negativen Gefühlen wie Wut besser umgehen. 

Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften der Atmung kommen bei vielen körperlichen Entspannungsmethoden Atemtechniken zum Einsatz.

Die Therapie

Die Atemmeditation leitet zunächst die Therapie ein. Sie lässt den Atem bewusst werden und baut eine Verbindung zur Lunge auf. Anschließende Bewegungsübungen, die sogenannte Atemgymnastik, sind einfache körperliche Bewegungen, die dann im Zusammenspiel mit einer bewussten Atmung den Körper lockern und entspannen und ein tolles Gefühl für sich selbst bringen. 

Die Patienten können das Gelernte sofort zuhause anwenden und so selbst ihren Atem regulieren und ihre Stimmung oder ihre Beschwerden beeinflussen.